Zum Inhalt springen
Franz Podek Seminare

Seminare

BestOf: Teilearbeit

Mit inneren Anteilen arbeiten – von innerer Zerrissenheit zu Kongruenz

Bei der Teilearbeit geht es darum, die „Problem-“Anteile aufzuspüren, Kontakt herzustellen, Ressourcen einzubringen und diese Teile in die Gesamtpersönlichkeit zu integrieren.

  • Innere Anteile
  • Ambivalenz
  • Kind-Teile

Bei neuem Termin benachrichtigen

Franz Podek

Auf einen Blick

Termin

Neuer Termin in Planung

Ort

Seminarhotel Schwartz, Neunkirchen (Niederösterreich)

Umfang

24 Zeitstunden an drei Tagen

als LSB-Fortbildung anerkannt

Investition

€ 792,- inkl. 20% MwSt.

Geld zurück, wenn du nicht zufrieden bist

Bei neuem Termin benachrichtigen

Für wen

Lebens- und Sozialberater:innen und Coaches.

Eine NLP-Ausbildung ist keine Voraussetzung – wer sie hat, fühlt sich sofort zu Hause.

Voraussetzung

Ausbildung im psychosozialen Feld.

Bei der Teilearbeit geht man davon aus, dass die menschliche Psyche nicht ein Ganzes ist, sondern aus Teilen (= Instanzen, die ein eigenes Ziel verfolgen) besteht.

Z. B. „Eigentlich möchte ich …“ Ein erwachsener Teil und verschiedene Kind-Teile, die Angst haben, überfordert sind usw.

Diese Aufspaltung in Teile verursacht Inkongruenz und Probleme und ist mit „normalem“ Coaching nicht zu verändern.

Eine Möglichkeit, wie Teile entstehen, sind belastende oder traumatische Erfahrungen. Dann spaltet sich ein Teil der Psyche ab, wird zum Container für die negativen Emotionen und schützt die Psyche davor, von ihnen überflutet zu werden.

Werden die negativen Emotionen bearbeitet und aufgelöst, bleibt der Teil zurück – und verfolgt weiter sein Ziel. Meist sind das kindliche Lösungsversuche für erwachsene Probleme. Und dann wird es komisch: Erwachsene tun kindliche Dinge.

Deshalb ist es wichtig, nach der Arbeit mit den negativen Emotionen mit den Teilen zu arbeiten: sie integrieren, erwachsen werden lassen oder auflösen. Erst dann kann die erwachsene Persönlichkeit kongruent handeln – mit allen Ebenen auf ein Ziel ausgerichtet.

Vielleicht kennst du das von deinen Klient:innen:

  • „Ich habe mir fest vorgenommen, am Wochenende zu lernen – und dann verdaddle ich die Zeit mit Videos am Handy.“
  • „Ich weiß eh, dass mir das nicht guttut. Aber ohne den Zucker packe ich meinen Arbeitstag nicht.“
  • Das Grübeln springt von selbst an, vor allem, wenn viel zu tun ist – und lässt sich erst stoppen, wenn es schon läuft.
  • „In der Situation bin ich nicht ich. Ich bin wie ein Dreijähriger.“
  • „Irgendwas hält mich zurück. Das will ich weghaben.“

Wer den Auftrag „weghaben“ annimmt, rauscht in Schwierigkeiten. Der Teil, der zurückhält, schützt meist vor etwas, das noch schwerer auszuhalten wäre. Teilearbeit fragt deshalb nicht, wie man ihn loswird, sondern was er erreichen will.

Teilearbeit gibt es in vielen Schulen: vom Instanzenmodell Sigmund Freuds über die Transaktionsanalyse, das innere Team nach Friedemann Schulz von Thun und das System der inneren Familie nach Richard Schwartz bis zur hypnosystemischen Arbeit von Gunther Schmidt. Jede hat ihre Stärken. Ich bin aber zutiefst davon überzeugt, dass am Ende Integration stehen sollte – und genau dort hören viele Konzepte auf. Wenn die Teile harmonisch zusammenarbeiten, ist man schon zufrieden.

Ich habe mich durch diese unterschiedlichen Arten von Teilearbeit durchgearbeitet und meine Grundprinzipien darauf angewendet. Eines davon stammt von Robert Dilts, der sich alle wirksamen NLP-Prozesse angeschaut und herausgearbeitet hat, was sie gemeinsam haben. Damit war klar, wie man die Teilearbeit über das hinaus weiterentwickeln muss, was man in der Literatur findet: Veränderung wird erst stabil, wenn das Neue wieder Teil der Identität ist.

Übrig geblieben sind wenige Prozesse, die bis zur Integration führen. Der Tinkerbell-Prozess ist das Ergebnis dieser Arbeit: so wenig Nachteile wie möglich, so viele Vorteile wie möglich – und in zwanzig Minuten machbar. Die klassische Parts Integration aus dem NLP hat mir immer zu lange gedauert. Daraus ist meine Integration von Gegenpolen entstanden, die keine zehn Minuten braucht.

Bei der Teilearbeit geht es darum, die „Problem-“Anteile aufzuspüren, Kontakt herzustellen, Ressourcen einzubringen und diese Teile dann letztendlich in die Gesamtpersönlichkeit zu integrieren. Ziel ist Kongruenz und Zufriedenheit.

Alle Prozesse im Seminar folgen demselben Grundablauf: ein Thema, ein Teil, der einen Namen bekommt, Kontakt, Vertrauen, Verstehen, Veränderung, Integration und der Blick in die Zukunft. Das ist der Baukasten – die Prozesse setzen ihn unterschiedlich zusammen.

Die Theorie

  • die Grundannahmen der Teilearbeit – und warum die Psyche als Ganzes am besten funktioniert
  • Teilekonzepte im Überblick mit ihren Stärken und Schwächen: Instanzenmodell nach Sigmund Freud, Transaktionsanalyse nach Eric Berne, inneres Team nach Friedemann Schulz von Thun, System der inneren Familie nach Richard Schwartz, hypnosystemische Teilearbeit nach Gunther Schmidt
  • wie Teile entstehen: Rollen, innere Abbilder wichtiger Bezugspersonen und Teile, die überwältigende Erfahrungen abgespalten haben
  • Manager, Verbannte, Krisenintervention – und Teile mit Täteraufgaben
  • das Dissoziationskontinuum und die Wege zum Kontakt: sprechen, Trance, Imagination, externalisieren, hineinsetzen
  • das Grundprinzip von Veränderung nach Robert Dilts
  • die Stufen der Integration

Die Prozesse

  1. Ressourcen-Trancen – innerer Beobachter, innere Stärke, Teile für Stabilität und Veränderung, mit einer einfachen Tranceinduktion, die du anfangs einfach vorlesen kannst
  2. Die innere Bühne – ein Inventar der Teile, ohne schon etwas zu verändern
  3. Teile-Reframing nur mit Sprechen – auch als Einwandbehandlung, wenn ein anderer Prozess stockt
  4. Innere-Kind-Arbeit mit Affektbrücke oder Memory Train – ein jüngeres Ich aus der Situation holen, trösten und erwachsen werden lassen
  5. Kommunikation mit dem Symptom – den Teil externalisieren, die Position wechseln, ihm eine neue Aufgabe geben
  6. Der Tinkerbell-Prozess – Teilearbeit mit inneren Helfer:innen
  7. Integration von Gegenpolen – mit Bodenankern und dem Tetralemma, im Vergleich zur klassischen Parts Integration

Nach meinem Seminar bist du in der Lage, mit den Teilen deiner Klient:innen effektiv zu arbeiten. Du kannst Kontakt aufbauen, Ressourcen einbringen und Teile integrieren.

„Dieses Seminar macht meine Arbeit als LSB und Coachin definitiv runder und ganzer. Es ist so, als ob ich nun das noch fehlende Puzzleteil für meine Arbeit gefunden habe.“
– Verena Wieland, LSB, Coachin und Trainerin
Bei neuem Termin benachrichtigen
Flipchart: Wer bin ich? Und wie viele? – darunter ein großes Fragezeichen

Wer bin ich – und wie viele? Damit Teilearbeit Sinn macht, braucht es eine Grundannahme: Wir sind nicht ein Ganzes, wir sind viele. Jede:r kennt das: Eine Seite will in der Früh im warmen Bett liegen bleiben, die andere sagt, du musst aufstehen. Eine will den Kuchen, die andere sagt: „Na, bist eh schon so platt.“ Bei Klient:innen fängt man am besten sanft an und spricht von „Seiten“ statt von „Teilen“ – das klingt weniger bedrohlich.

Flipchart: Teil – psychische Instanz, die eigene Ziele verfolgt

Was ein Teil ist. Ein Teil ist eine Instanz der Psyche, die ein eigenes Ziel verfolgt. Das unterscheidet ihn von einer Rolle: Eine Rolle ziehst du an und wieder aus wie eine Uniform, sie hat kein eigenes Ziel. Ein Teil dagegen macht etwas, das du so nicht willst – und es passiert trotzdem. „Ich will mit dem Nägelbeißen aufhören.“ – „Wer führt die Hand zum Mund?“ – „Schon ich, aber …“

Flipchart: Grundannahmen – Multiplizität der Persönlichkeit, funktioniert als Ganzes am besten, Aktualisierungstendenz, Lösung entsteht in der Begegnung, Teile sind Lösungsversuche, haben eine positive Absicht, sind Container für negative Emotionen, haben eine Geschichte und Funktion

Die Grundannahmen. Die Persönlichkeit besteht aus Teilen – und funktioniert als Ganzes am besten: Eine reife Persönlichkeit hat wenige Teile und ist maximal integriert. Die Aktualisierungstendenz ist der Rückenwind, die Psyche versucht von sich aus, wieder ein Ganzes zu werden. Die Lösung entsteht in der Begegnung: Oft reicht es, die richtigen Teile in Kontakt zu bringen. Teile sind Lösungsversuche mit einer positiven Absicht, sie haben eine Geschichte und eine Funktion – und sie sind Container für negative Emotionen. Daraus ergibt sich die Reihenfolge: zuerst negative Emotionen reduzieren, dann Teile integrieren.

Flipchart: Instanzenmodell – Über-Ich (Werte), Ich (Realität), Es (Bedürfnisse) zwischen Selbst und Gegenüber

Das Instanzenmodell. Das erste Teilekonzept stammt von Sigmund Freud: das Es mit den Bedürfnissen, das Ich, das die Realität berücksichtigt, und das Über-Ich mit Werten und Moral. Viele Menschen erleben sich genau so – eingespannt zwischen einem Wollen und einem Verbot. Freuds Bild dafür: Das Es ist das Pferd, das Ich der Reiter, und im Idealfall sind die beiden ein gutes Team. Regeln, die von außen kommen, wandern ins Über-Ich; je übergriffiger sie vermittelt wurden, desto abgespaltener werden sie erlebt, etwa als innerer Kritiker.

Flipchart: Kommunikationsmodell Teile – Person A und Person B mit Steuer-Ich, Teilen, Verbannten und Krisenintervention; Ich bin nicht das Problem! Ich habe ein Problem! Ich bin mehr als mein Problem!

Das Kommunikationsmodell. Jede Person hat ein Steuer-Ich und Teile: Manager, die im Alltag funktionieren, Verbannte, die niemand sehen soll, und Teile für die Krisenintervention. Zwischen zwei Menschen ist deshalb immer die Frage: Welcher Teil spricht gerade mit welchem? Reden zwei Steuer-Ichs miteinander, reden zwei Erwachsene. Tippt ein Teil die Verbannten des anderen an, springt dort die Krisenintervention an – und es eskaliert. Für Klient:innen ist schon das Konzept entlastend: Ich bin nicht das Problem. Ich habe ein Problem. Ich bin mehr als mein Problem.

Flipchart: Täterintrojekte – Teile mit Täteraufgaben: Über-Ich, innerer Kritiker, innerer Verfolger, innerer Zerstörer; von stabiler Objektgrenze bis traumatischer Gewalt, von normaler über maligne bis traumatische Introjektion

Teile mit Täteraufgaben. In der Literatur heißen sie Täterintrojekte. Je übergriffiger Regeln einmal vermittelt wurden, desto abgespaltener und feindseliger wird der Teil erlebt: vom normalen Über-Ich über den inneren Kritiker und den inneren Verfolger bis zum inneren Zerstörer. Im Seminar verstehen wir sie als Teile, die Täteraufgaben übernommen haben, um vor den wirklichen Tätern zu schützen: Wer sich selbst bestraft, bevor es jemand anderer tut, behält ein letztes Maß an Kontrolle. Auch diese Teile haben also eine positive Absicht.

Flipchart: Mindmap Teile-Arbeit – Grundstruktur, Teile-Konzept, Kontakt (Sprechen, Trance, Symbol, Externalisieren, somatisch) und Prozesse (Innere-Kind-Arbeit, Kommunikation mit dem Symptom, innere Helfer:innen, Parts Integration, Integration von Gegenpolen)

Die Landkarte des Seminars. Vier Äste: die Grundstruktur jedes Teileprozesses – Kontakt, Kommunikation, Ressourcen, Integration. Das Teile-Konzept mit Grundannahmen, Entstehung, Dissoziationskontinuum und Teilen mit Täteraufgaben. Die Wege zum Kontakt – sprechen, Trance, Symbol, externalisieren, über den Körper. Und die Prozesse: Innere-Kind-Arbeit, Kommunikation mit dem Symptom, innere Helfer:innen, Parts Integration und Integration von Gegenpolen.

Die innere Bühne. Eine Metapher nach Richard Schwartz, die Klient:innen sofort verstehen. Vorne haben die Manager-Teile die Sprechrolle zum Publikum. Hinter dem Vorhang sind die Verbannten – die Seiten, die man nicht zeigen will. Sind die Manager müde, drängen die Verbannten auf die Bühne, und die Krisenintervention rückt aus. Wie die Feuerwehr: Das Feuer ist aus, aber das Wohnzimmer steht unter Wasser. Gearbeitet wird mit den Verbannten – dann muss die Krisenintervention gar nicht mehr ausrücken.

Das Dissoziationskontinuum. Rollen, Teile mit eigenem Ziel, Symptome und schließlich pathologische Abspaltung: Je stärker ein Teil abgetrennt ist, desto schwerer ist der Kontakt – und ohne Kontakt keine Veränderung. Deshalb steigerst du die Mittel Schritt für Schritt: mit dem Teil sprechen, Trance dazunehmen, ihn imaginieren, auf einem Sessel gegenüber externalisieren, dich in ihn hineinsetzen. Pathologische Abspaltung ist nichts mehr für Teilearbeit in Beratung und Coaching.

Das Grundprinzip von Veränderung. Nach Robert Dilts, zwei Achsen: ich oder nicht ich, gut oder schlecht. Klient:innen kommen mit „Es ist schlecht, und das bin ich“ – und alles, was Teil der Identität ist, bleibt stabil. Teilearbeit macht daraus elegant „schlecht, aber nicht ich“: Da gibt es einen Teil, der die Traurigkeit trägt. Dann kommt eine Ressource dazu – gut, aber noch nicht ich. Viele Prozesse hören hier auf. Stabil wird die Veränderung erst mit dem vierten Schritt: Es ist gut, und es ist ich.

Die Stufen der Integration. Erkennen, dass es einen Teil gibt. Kommunikation. Verstehen über die positive Absicht. Gemeinsame Ziele. Annäherung, bis die Teile wie Zwillinge werden. Verschmelzung. An jeder Stufe kann ein Prozess Zeit brauchen – manchmal geht es in einem Rutsch, manchmal dauert es Wochen oder Monate.

Ein Klient kommt mit Angst vor Auftritten. Du erklärst kurz das Teilekonzept: Offenbar gibt es eine Seite in ihm, die diese Angst produziert, und eine andere, die sie gern weghätte.

Dann bittest du ihn, sich vorzustellen, dass der Teil, der die Angst macht, auf dem leeren Sessel gegenüber Form oder Gestalt annimmt. Es taucht etwas Schwarzes auf, wie ein Virus mit Tentakeln. Er sagt in Gedanken Hallo – der Virus winkt mit den Tentakeln zurück.

Auf die Frage nach seiner Absicht antwortet der Teil zuerst: „Ich möchte dich lächerlich machen.“ Du lässt weiterfragen, wofür das gut ist – Schadenfreude, Aufmerksamkeit, Ablenkung –, bis die positive Absicht sichtbar wird: Der Teil schützt ihn davor, allein gelassen zu werden. „Weil das noch schlimmer wäre, als ausgelacht zu werden.“

„Wie alt war ich, als du entstanden bist?“ – „Noch keine zwei Jahre.“ Es kommt ein Bild aus einem Krankenhaus. Ihr beide bleibt in der Gegenwart und schickt jemanden zurück, der stark, liebevoll und magisch genug ist, dass dieser Teil gar nicht entstehen muss. Er wählt Spider-Man. Der spannt sein Netz auf, der Kleine fühlt sich sicher, und schließlich bringt ihn die Krankenschwester zurück zu seiner Mutter. Spider-Man begleitet ihn weiter durch Kindheit und Jugend, überall dort, wo er sich allein gefühlt hat, bis in die Gegenwart. Dort nimmt der Klient den erwachsen gewordenen Kleinen in sich auf.

Der Blick zurück auf den Sessel: Der Teil nimmt wesentlich weniger Platz ein und sieht jetzt aus wie ein Apfel. Statt Angst schickt er ab jetzt Sicherheit und Neugier. In der Zukunft, in Situationen, in denen bisher die Angst gekommen wäre, fühlt sich der Klient sicher – und freut sich auf diese Erfahrungen, „weil das Wachstum bedeutet“. Ganz fertig ist es damit noch nicht. Aber damit lässt sich gut leben, und am Rest kann man weiterarbeiten.

Das ist der Tinkerbell-Prozess: ein Teil, seine positive Absicht, ein innerer Helfer – und am Ende Integration statt Kampf.

Ablauf

Die effektivsten Prozesse aus unterschiedlichen Schulen der Teilearbeit werden erklärt, live demonstriert und in Zweier- und Dreiergruppen mit echten eigenen Themen geübt. Du arbeitest mit diesen Prozessen und erlebst die Wirksamkeit in der Rolle der Klientin bzw. des Klienten.

  1. Tag 1 – Wer bin ich, und wie viele?

    Die Grundannahmen der Teilearbeit. Teilekonzepte im Überblick, vom Instanzenmodell nach Freud über Transaktionsanalyse und inneres Team bis zum System der inneren Familie und zur hypnosystemischen Teilearbeit. Wie Teile entstehen: Rollen, innere Abbilder wichtiger Bezugspersonen, abgespaltene Teile. Eine einfache Tranceinduktion und drei Ressourcen-Trancen – innerer Beobachter, innere Stärke, Teile für Stabilität und Veränderung – mit Demonstration und Übung zu dritt. Die innere Bühne: Manager, Verbannte, Krisenintervention, Inventar der eigenen Teile. Das Dissoziationskontinuum und die Wege zum Kontakt. Teile mit Täteraufgaben.

  2. Tag 2 – Mit Teilen in Kontakt kommen

    Rückblick. Der Grundablauf jedes Teileprozesses: Thema, Teil benennen, Kontakt, Vertrauen, Verstehen, Veränderung, Integration, Zukunft. Teile-Reframing nur mit Sprechen – Demonstration und Übung zu dritt. Warum kein Teil weggemacht wird. Emotionen als Information statt Energie. Das Grundprinzip von Veränderung nach Robert Dilts. Innere-Kind-Arbeit mit Affektbrücke oder Memory Train – Demonstration und Übung. Die Stufen der Integration.

  3. Tag 3 – Vom Symptom zur Integration

    Rückblick. Kommunikation mit dem Symptom: externalisieren, Positionswechsel, positive Absicht, neue Aufgabe – Demonstration und Übung. Der Tinkerbell-Prozess: Teilearbeit mit inneren Helfer:innen – Demonstration und Übung. Die klassische Parts Integration im Überblick. Integration von Gegenpolen mit Bodenankern und Tetralemma – Demonstration und Übung zu zweit. Abschlussrunde.

Ist das nicht dasselbe wie die Transformation der Identität?

Beides wirkt auf der Ebene der Identität, aber auf unterschiedliche Weise. Wenn ein Teil von dir glaubt, du bist nichts wert, und ein anderer, du bist großartig, und du wechselst zwischen beiden hin und her, dann ist das Instabilität – ein Fall für die Teilearbeit, Ziel ist Kongruenz. Wer dagegen durch und durch überzeugt ist, wertlos zu sein, hat keinen Teilekonflikt. Das ist Thema der Transformation der Identität.

Bei welchen Themen kann ich Teilearbeit einsetzen?

Grundsätzlich bei jedem. Wenn jemand ein Thema hat, gibt es einen Teil, der es produziert, und einen, der es nicht haben will. Ob Teilearbeit immer das Günstigste ist, ist eine andere Frage. Besonders aufgelegt ist sie, wenn Klient:innen es selbst so beschreiben: „Ich bin so zerrissen.“

Geht es darum, störende Teile loszuwerden?

Nein. Kein Teil wird weggemacht. Jeder Teil war einmal ein Lösungsversuch, und das Ziel ist Integration. Dabei gehen keine Fähigkeiten verloren, es kommen Möglichkeiten dazu: Die Wut bleibt – aber wie ein Wachhund an der Leine, der nur dann zupackt, wenn du es willst.

Was mache ich, wenn der Teil nicht antwortet?

Du steigerst die Mittel: sprechen, Trance, Imagination, externalisieren, hineinsetzen. Reicht das nicht, ist die Barriere noch zu groß – dann gehst du einen Schritt zurück, reduzierst negative Emotionen und baust Ressourcen auf. Oder du gibst der Sache Zeit, wie beim Fuchs im „Kleinen Prinzen“: Die Klientin denkt jeden Abend an den Teil und sagt ihm, dass sie da ist und zuhört.

Muss ich Hypnose können?

Trance hilft, die Barriere zu einem abgespaltenen Teil zu überwinden. Eine aufwendige Hypnoseausbildung brauchst du dafür nicht: Du bekommst eine einfache Standard-Tranceinduktion als Handout, die du anfangs einfach vorlesen kannst. Geübt wird sie gleich am ersten Tag.

Wo sind die Grenzen der Teilearbeit in Beratung und Coaching?

Rollen, Teile mit eigenem Ziel und Symptome – in diesem Bereich lässt sich viel bewegen. Wo die Abspaltung pathologisch wird, ist es nichts mehr für Teilearbeit in Beratung und Coaching. Und bei sehr intensiven Gefühlen wie Panik werden zuerst die negativen Emotionen reduziert, bevor man mit Teilen arbeitet – dafür gibt es das Seminar Negative Emotionen auflösen.

Wie passt das Seminar zu den anderen?

Es ist der zweite Schritt. Die Overall-Strategie beginnt mit Vergangenes ordnen: negative Emotionen auflösen (Negative Emotionen auflösen) und systemische Verstrickungen lösen (Systembrett 1, Systembrett 2). Dann folgen die Teilearbeit für die Kongruenz in der Gegenwart und die Transformation der Identität. Den Gesamtplan dazu vermittelt die Strategische Interventionsplanung; an konkreten Fällen vertiefst du ihn in der Gruppensupervision.

Brauche ich eine NLP-Ausbildung?

Nein. Die Seminare bauen nicht auf NLP-Vorkenntnissen auf. Wenn du eine NLP-Ausbildung hast, wirst du vieles in Haltung und Methodik wiedererkennen und dich sofort zu Hause fühlen.

Rahmen

Termin

Neuer Termin in Planung

Ort

Seminarhotel Schwartz, Neunkirchen (Niederösterreich)

Zeit

Fr/Sa/So: 9:30 – ca. 18:30 Uhr

Umfang

24 Zeitstunden an drei Tagen

Investition

€ 792,- inkl. 20% MwSt.

Voraussetzung

Ausbildung im psychosozialen Feld.

Seminarraum mit Flipcharts vor der LeinwandSesselkreis im hellen Seminarraum mit Holzdecke und großen FensternPausenbuffet mit Obst, Kaffee und Getränken
Der Seminarraum im Seminarhotel Schwartz

Bei neuem Termin benachrichtigen

Kundenstimmen

Aufbau und Inhalt des Seminars „Best of Teilearbeit“ sind wohl durchdacht und lebt von Franz‘ langjähriger Erfahrung und Stärke, selbst komplexe Themen einfach und strukturiert darzulegen. Obwohl das Seminar gut strukturiert ist, kommt die Kreativität und Flexibilität, welche für die Teilearbeit nötig ist, nicht zu kurz. Jeder Theorieteil wird sofort im Anschluss in einer Praxiseinheit geübt und die darin gemachten Erfahrungen in der Gruppe ausgetauscht. Dieses Seminar macht meine Arbeit als LSB und Coachin definitiv runder und ganzer. Es ist so, als ob ich nun das noch fehlende Puzzleteil für meine Arbeit gefunden habe. Vorkenntnisse in der Arbeit als LSB und/oder Coach ist definitiv hilfreich.

Verena WielandLSB, Coachin und Trainerin

Neuer Termin in Planung

Für „BestOf: Teilearbeit“ steht der nächste Termin noch nicht fest. Hinterlass deine E-Mail-Adresse, dann gebe ich dir Bescheid, sobald es einen neuen Termin gibt – oder trag dich in den Newsletter ein.

Passende weitere Seminare

  • BestOf: Negative Emotionen auflösen

    Schmerz, Angst, Wut, Trauer, Schuld und alle anderen negativen Emotionen lösen

    Viele Klient:innen kommen aufgrund von negativen Gefühlen in die Beratung oder ins Coaching. Kompetenzen, diese aufzulösen, sind essenziell für erfolgreiche Arbeit.

    • Angst
    • Trauer
    • Schuld
    • Ärger
  • Transformation der Identität

    Wer wir glauben zu sein – und wie sich das verändern lässt

    Unsere Identität ist das zeitüberdauernde Konzept von uns selbst. Sie bestimmt in hohem Maße, ob unser Leben unglücklich oder erfüllt ist. Lerne in diesem Seminar, wie du deine Klient:innen dabei begleiten kannst, der Mensch zu werden, der sie immer schon sein wollten.

    • Selbstbild
    • Identität
    • Glaubenssätze
  • Arbeit mit dem Systembrett 1

    System- und Familienaufstellungen im Einzelsetting

    Systemische Verstrickungen erzeugen gewichtige Probleme, die Menschen unglücklich machen. Aufstellungsarbeit ist die einzige Methode, sie zu lösen. Mit dem Systembrett kannst du das ohne Gruppe effektiv im Einzelsetting machen.

    • Familiensystem
    • Verstrickungen
    • Einzelsetting